ich kann nicht. es geht nicht. schreiben um des schreibens willen, leider nicht art for art´s sake, schön wäre es. es wäre schön, so schön, könnte man kunst nennen, was sich allzu oft in äußerlich und innerlich sehr ähnlich gestalteten nächten wie der heutigen auf blätter und sonstige erbärmliche schreibunterlagen ergießt. Raus muss es, es muss, und es soll, aber warum denn nur braucht es einen leser? warum kann es nicht für sich bestehen, das erbrochene verhärmter, irrer seelen. soll es lagern, soll es brennen, soll es von zeit und bücherwurm zernagt dahinsiechen und seinen schöpfer der last erleichtern. Aber nein. einen leser braucht´s, das stück text, der böse fetzen altgedank. nur so ist der verfasser befreit. wie transilvanische scharfzahnträger benehmen wir uns, müssen weitergeben unser leid, können nicht leben ohne output.
und was tun wir?
wir bloggen.
blogspot, blog’n'roll, „bekloppter autor“ from the blog. b’logen und b’trogen!
früher gab´s tagebücher. mit schlüsseln. sie sollten ungelesen bleiben. mit ausnahme des kleinen bruders erfuhr niemand von susis problemen und das war gut so. heute werden tagebücher in form von memoiren an das breite publikum, welches dieser unsitte schier hilflos ausgesetzt erscheint, verfeuert.
oder wir bloggen.
kamma nich abbloggn. leider. is wohl so.
vielleicht zivilisatorischer kurzzeitschwachsinn der kommt und geht wie das tamagotchi.
wir werden sehn. ich mach auf jeden fall mal mit. bevor hier noch irgendein zug abfährt.

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