Archiv für September 2007

21
Sep
07

reisebericht: wien

warum nicht, ein reisebericht ist doch meistens was feines. obwohl. nein. eigentlich gibt´s nur furchtbar wenig gute reiseberichte. man verzeihe mir dieses kleine vorwort, aber es ist doch so, dass selbsteinordnung unheimlich wichtig ist. wie soll ich ansetzen, woher soll ich wissen, wie sehr ich mich anstrengen muss, wenn ich nicht weiß, welche messlatte wo hängt. und man komme mir nicht mit schmalspurscheiß wie „immer das beste geben“, „keine halben sachen“, ist doch blödsinn. wenn man nicht weiß, was das beste ist, kann man das auch nicht geben. und da man nie weiß, was das beste des eigenen könnens ist, woher sollte man, muss man sich doch vorhergehende leistungen wertgeschätzter mitmenschen anschauen. wie soll man wissen, ob man was gut macht, wenn es niemanden gibt, der das gleiche weniger gut macht? leider leider leider hört das notensystem nach der schule auf. wäre es nicht schön, wenn…nein, nein, das wäre es wohl nicht. im prinzip wird man ja doch sein ganzes leben lang benotet und benotet seinerseits fleißig umher. bin nicht sicher, was ich davon halten soll. ich bin ja auch prinzipiell kein großer feind von schubladen und kategorien. das ist doch alles viel zu kompliziert. der idealismus stirbt und die gute laune mit ihm. meine ist am tiefpunkt. werde mich über internationale reiseliteratur schlau machen und mich demnächst weitaus kompetenter wieder zu wort melden. soll ich den titel dieses beitrags ändern? nein. (das machtwort)

19
Sep
07

Wir gehen rechts rum!

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obwohl.

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links is auch schön…

18
Sep
07

If only I could be as cool as you, as cool as youhuhuuuu

Ich halte ihm das mikro unter die nase. ein nervenzusammenbruch mit zitternden augenbrauen und grauenerfüllten blicken wird nicht erwartet. kein schweiß, der aufs mikro tropft und die aufnahme versaut. kein lampenfieber, kein stottergestammel, das war gestern. es war wahrscheinlich vorgestern, als kamera und mikro noch irgendjemanden erröten oder aus dem konzept kommen ließen.

aber eines ist die krönung der ignoranz. der gipfel der coolness. und ja, der niedergang jeglichen respekts, aber letzteres ist schon in ordnung.

kann man diese dinger aus den ohren tun? raus da. raus mit den stöpseln, die die welt bedeuten. ich wünschte ich könnte euch verachten!
(da ich, wie geübte mackiatisten wissen, für gewöhnlich sehr sparsam mit emphatischer punktuation umgehe, dürfte klar sein, wie sehr ich an dieser stelle wünschte)

verachten kann ich nicht, da ich bewundern muss. wenn ich es eines tages schaffe, beides unter einen hut zu bringen, werde ich mich als der glücklichste mensch wieder melden.

wie kann man nur so lässig sein? meiner einer kann das gar nicht. mit beschallung durch die gegend rennen, wo man doch ohnehin schon einer solch vielfältigen beschallung ausgesetzt ist. das ist mir sowas von genug. reizüberflutung nennt´s der funny. da wird man doch ganz irre.

wie macht ihr das? alle können´s, nur ich nicht. das gute alte gefühl aus der bastelgruppe von vor 132 jahren ist wieder da, tief in meinem bauch, es ist zum kotzen.

ich hab auch immer angst, dass mich jemand anspricht und ich nicht höre, wie mich dieser jene vor einer katastrophe warnen will. mich anfleht, ihm und seinem kinde das leben zu retten. oder vielleicht auch nur sagt, dass meine frisur heute hübsch sitzt. all das würde mir doch entgehen. wie könnt ihr mit dem risiko leben?

ich schätze ich bin da etwas neurotisch. aber es passiert so viel, auf so viel muss man aufpassen, ich hab begrenzte kapazitäten. wie kann man in der u-bahn stehen und walkman hören? (man verzeihe mir hier den archaischen und doch so netten begriff)

an einer stelle könnte ich mit dem verachtungsversuch ansetzen – es ist doch wirklich eine booooodenlose unverschämtheit keine kinderstube gar nix und überhaupts – die stöpsel nicht mal rauszunehmen, wenn man sich mit mir unterhält. oder?

dass euch das nicht passiert wünscht,
juliana.

17
Sep
07

der frühe wurm zu später stund…hält doch besser den mund…

fürwahr, das ist es, was mir sorgen macht. eine realität, erwacht an frühem morgen, noch lange vor dem 4-minuten-ei. sie wird sich ob der tageszeit nie verraten, von müden, vergilbten schleiern verhangen kann sie sich ausbreiten, die perfide kleine realität. sie ist weiß gott nicht einzigartig, sie war nie erste, nie geglänzt hat sie. aber sie ist frühaufsteher.

das ist es, was mir angst macht. sie ist nicht laut, sie plustert sich nicht auf. sie lebt daneben, nebel gibt ihr leben, benebelt vom leben kann sie kein mensch je erkennen. aber sie kratzt, sie weicht die knie, sie kann schreien, doch tut es nie.

ich werde früh aufstehen, gleich morgen. sie packen am ohrwaschel. gleich morgen. sie wird mir zeigen wie´s so ist, was man so tut. vielleicht noch mehr. real sein. gleich morgen.

wenn ich es recht bedenke und verdenke und vermutlich schon wieder zerdenke, werde ich auch morgen.

einfach mal wieder ausschlafen.




 

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