ist mal wieder spät geworden. ein glas ergab das andere, 1000 themen killten ihre vordenker, man kennt das. Und dann liegt man irgendwann da, in den heimischen Daunen, viel zu müde, um schlafen zu können.
ich denke an nichts, krampfhaft. an gar nichts. nicht daran, dass ich Tante Trudels geburtstag gestern vergessen habe. nicht daran, dass der müll raus sollte und sich in diesen minuten und stunden toxische gase in der wohnung verbreiten. Nicht daran, dass die ressourcen dieser erde immer knapper werden, so auch der kaffee. morgen früh kein kaffee, da heute, also gestern leer getrunken. wie soll der morgige tag überlebt werden? wird er? Tante Trudel wird mich enterben und auf der erde wird’s immer wärmer. scheiße scheiße scheiße.
ich habe angst.
warum muss die nacht die banalitäten des tages derart dramatisieren? warum treibt die späte stunde bei gedanken an aufschiebprobleme und deren artverwandte schweißperlen auf die stirn? warum sagen einem epiphanien um 3Uhr nachts so ganz genau, wie alles läuft? warum schleicht sich morgens das gefühl ein, für diese gedanken von den vögelein ausgelacht zu werden?
gute nacht.

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