so viele gedanken sind mir in den letzten wochen, ja (ich muss gestehen und kann es dank rechtiger datumsliste nicht leugnen) monaten durch den kopf geschossen. keiner hat es geschafft, mich zum ergreifen und behacken der tastatur zu bewegen und ihn mit wort und bepunktung an vorliegenden blog zu fesseln. keiner. da musste erst – und hier zeigt sich das leben doch wieder von seiner absurden und so amüsanten seite – der/das beautycase kommen (der artikel richtet sich hier wohl nach emotionaler nähe zum betitelten, ich bin daher für „er“).
ich hab sowas nämlich, wie mir neulich erst recht schmerzlich bewusst wurde. ich sah ihn an. wie er da stand. silbern.
die neunziger schrien mich an. sie brüllten quasi. „eeeeey, hast du uns vergessen?? so lange und so treu und so silberleuchtend haben wir dich begleitet durch deine schlimmsten pubertätsjahre. du darfst uns nicht vergessen!“ wie könnte ich denn…
irgendetwas kam mir komisch vor. das war gar nicht mal die tatsache, dass mein beautycase sich als medium hergab und ich mit einer längst verdrängten epoche kommunizieren musste. so schnell erschrickt mich sowas nicht. ich fand es auch in keinster noch so entfernten weise merkwürdig, dass dieses schreckliche ding nun in der ecke steht und nur noch alte medizin beherbergen darf. nicht, dass ich ihm in iiiiirgendeiner weise nachtrauerte. echt nicht. versprochen. aber eins verwunderte mich dann doch: es gibt sie gar nicht mehr. nirgends. auch nicht von louis vuitton. auch nicht bei der piloten.aus.lauter.jux.beklatschenden.malle.urlauberin mändy, obwohl ein solches modisches accessoire hervorragend zu ihrer übrigen montur passen würde. auch ideologisch und ganz aus prinzip. aber nein, keiner hat mehr einen. gut, sagst du, geliebter leser, zurecht. gut gut, is ja ganz nett soweit, aber der blog verfällt der neon.sitte – viel blub und bla und am ende hat man nicht mal ein staubkörnchen wissensgewinn. w.e.i.t. g.e.f.e.h.l.t! ich bin nämlich durch einen plötzlichen nächtlichen geistesblitz auf des rätsels lösung, des pudels kern, und ganz nebenbei fast auf den sinn des lebens und des tengelmannherzchens gekommen. zu letzteren dreien ein andermal, heute soll es ehrfurchtshalber wirklich nur um das kleine köfferchen gehen. man kann es sich kaum vorstellen, ein gefühl überkam mich, ich hätte schweben können, es wäre nicht besser gewesen. wie ein kleines plopp in meinem kopf löste sich die anspannung, ich wusste die antwort und musste flugs die tastatur rausholen, um die welt an meiner weisheit teilhaben zu lassen.
irgendwie is hier was gehörig schiefgegangen. zu meinem trost war ein derartiges problem schon im elisabethanischen England bekannt – much ado und so…sorry, irgendwie hab ich das alles viel zu sehr aufgeblasen. das verraten der lösung würde mit dessen vollkommener banalität alles niedermachen. das tut mir jetzt leid. aber so ist es eigentlich auch schöner. sogar fast ein geschenk an den leser meinerseits. ich verrate nix, aber gebe einen life.altering tipp. setz dich mal hin. schau dir deinen verstaubten b.c. an (ich weiß, dass du auch einen hast, wag den schritt der vergangenheitsstöberei). und dann überleg ganz locker (nicht verkrampfen und vor allem auch den beckenboden entspannen, jungs, versucht´s mal mit der prostata), warum das geliebte köfferchen aus der bunten welt der reiseutensilien verschwunden ist. ich verspreche, wir haben es hier mit einer extrem günstigen kosten-nutzen-konstellation zu tun. mach mit, ist garantiert ganz einfach, bringt aber ein glücksgefühl, da frohlockt das ego und du bist deutschland.
ps. vielleicht lass ich ja die lösung in einem der nächsten einträge ganz nebenbei und natürlich höchst verblümt fallen. hier ist aber geduld gefragt. na geeeeh, ist doch gar nicht sooo schwer, you can get it if you really want, lalalalllaalllllla

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