Archiv für September 2009

23
Sep
09

nichts und wieder nichts

der grund, warum ich mich so lange nicht gemeldet habe ist denkbar einfach. so einfach in einen satz zu fassen, dass es fast schon der buchstaben und gar der wörter – gott bewahre sinnergebender sätze – unwürdig ist.

ich hatte nichts zu sagen.

dies ist wohl das schlimmste, was einem schreiberling passieren kann. leere. das heißt, es ist nicht einmal leere. leere wäre toll, sie wäre so beruhigend, so wohltuend, dass man hinausgehen könnte und in die leere luft hineinschreien könnte. doch das kann man nicht. denn irgendwas muss man ja immer sagen. sonst platz man.

was gibt es vor der leere? das drängende dringende bedürfnis, etwas zu sagen. ohne inhalt. einfach nur etwas dahinfaseln. ohne inhalt. warum kann nicht endlich mal einer eine sprache ohne inhalt erfinden? worte ohne bedeutung?

kaum habe ich ein noch so absurdes buchstabengebilde erfunden, kaum ist es meinen hirnwindungen entwachsen, schon muss es irgendeine bedeutung erhaschen.

wurstbrezel. ja selbst hufüdlig. und sogar aghueighdakjgb. für mich heißt es etwas, diese worte zu äußern. sie in die welt hinauszufeuern.

und jetzt kommt das entscheidende: ich bin mit dem sich automatisch einstellenden inhalt NICHT EINVERSTANDEN.

und doch muss ich irgendwas sagen. warum, das erkläre mir jemand, der sich damit auskennt.

und solange niemand kommt und mich erleuchtet, werde ich versuchen, mich weiter für dinge zu begeistern, die vor allem eins sind: vollkommen egal.




 

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