Archiv der Kategorie 'Metablogging'

27
Jul
07

oh anonymität, where art thou?

problem. es ist mir just in diesem augenblick bewusst geworden. es gäbe keine schreibblockaden und ich würde die welt täglich mit den lustigsten geschichten überfluten können, gäbe es dieses problem nicht. es soll in folgendem geschildert werden:

man kann blogs ausschließlich für private kreise bereitstellen. öffentlichkeit muss draußen bleiben. umgedreht geht das aber nicht, die privaten kreise lassen sich nicht fernhalten. jedenfalls jetzt noch nicht, wo das ganze überwachungs-dns-analyse-krams-verfahren noch völlig unausgegoren dahingehrt und mich persönlich mal kann.

so viele merkwürdigkeiten und absurditäten könnte man jeden tag kreativ verwerten, könnten die leute, die sich freunde nennen, nicht alles lesen und sich hernach vermutlich nicht mehr freunde nennen. mann. mann, mann. ich mag sie ja wirklich, aber sie spinnen auf so eine amüsante art, allemitreinands, dass es eine freude ist.

vielleicht finde ich eine möglichkeit. wenn ihr einen tipp abseits von pseudonymverwendung habt, meldet euch.

danke.

22
Jul
07

mediokre mittelspurmöchtegernmacker mit mördermäßigem mitteilungsdrang

ich kann nicht. es geht nicht. schreiben um des schreibens willen, leider nicht art for art´s sake, schön wäre es. es wäre schön, so schön, könnte man kunst nennen, was sich allzu oft in äußerlich und innerlich sehr ähnlich gestalteten nächten wie der heutigen auf blätter und sonstige erbärmliche schreibunterlagen ergießt. Raus muss es, es muss, und es soll, aber warum denn nur braucht es einen leser? warum kann es nicht für sich bestehen, das erbrochene verhärmter, irrer seelen. soll es lagern, soll es brennen, soll es von zeit und bücherwurm zernagt dahinsiechen und seinen schöpfer der last erleichtern. Aber nein. einen leser braucht´s, das stück text, der böse fetzen altgedank. nur so ist der verfasser befreit. wie transilvanische scharfzahnträger benehmen wir uns, müssen weitergeben unser leid, können nicht leben ohne output.

und was tun wir?

wir bloggen.

blogspot, blog’n'roll, „bekloppter autor“ from the blog. b’logen und b’trogen!

früher gab´s tagebücher. mit schlüsseln. sie sollten ungelesen bleiben. mit ausnahme des kleinen bruders erfuhr niemand von susis problemen und das war gut so. heute werden tagebücher in form von memoiren an das breite publikum, welches dieser unsitte schier hilflos ausgesetzt erscheint, verfeuert.

oder wir bloggen.

kamma nich abbloggn. leider. is wohl so.

vielleicht zivilisatorischer kurzzeitschwachsinn der kommt und geht wie das tamagotchi.

wir werden sehn. ich mach auf jeden fall mal mit. bevor hier noch irgendein zug abfährt.

20
Jul
07

Zum Titel – Rechtfertigungsversuche

Das war nicht einfach. Ich hätte sicherlich schon ewig, ja, ich wäre wohl die allererste Bloggerin überhaupt gewesen, wäre da nicht das Problem mit dem Titel gewesen. Man muss sich dabei ja so furchtbar festlegen. Einschränken. Sein Innerstes preisgeben. Sein Können oder völliges Unvermögen in möglichst einem einzigen Wort zu Schau stellen. Aktenzeichen „Überfordert: Morgen Nochmal“.

Nach Jahrzehnten der Grübelei, die mich oft an den Rand des Wahnsinns getrieben haben, hielt ich es nicht mehr aus. Ein Name musste her, schnell, ich musste was haben, sonst Auswanderung. Auf eine Insel, wo es keinen Strom und schon gar kein W-Lan gibt. Wollte auf keine Insel, mag die Großstadt. Ich mag sie so sehr, dass ich sie auch mit völliger Gelassenheit verachten kann. Zum Beispiel, wenn es um jenes oder Variationen jenes ominösen Milchgetränks mit kaffeeähnlichem Beigeschmack geht. Ich trink das auch mal. Aber ich pass wenigstens auf, dass mich keiner dabei sieht. Kaffeesorten, deren Bezeichnung aus mehr als der schon schmerzvollen Zahl von drei Wörtern besteht, verkneife ich mir und passe auf, dass mich jemand dabei sieht.

Warum aber den Latte Macchiato, dann auch noch in der gar irrwitzigen Mischform mit der Macke, als Titel für meinen neuen, völlig unbefleckten kleinen Blog?

Naja, ist kurz, prägnant, sagt eigentlich gar nix, beschreibt ein Stück der alltäglichen Ridikülität, packt die Herren in pinken Hemden und Damen in schnieken Pumps an Schlips und Hermes-Halstüchlein und spielt auf eben das an, was mich zum Schreiben der meisten Beiträge bewegt:

Ne Macke ham sie, die Idioten da draußen. Und trotzdem macht sie ein kleiner Zusatz, ähnlich wie der Tropfen Kaffee im Latte Macchiato sympathisch. Auf die Suche nach diesem Zusatz werde ich mich nun begeben.

Danke. Auf bald.

20
Jul
07

Meine Lieben,

wie schön, wie erfreulich. Endlich ein Blog, endlich auch ich. Endlich ein Leben abseits von Macken und Millionären, abseits vom Lärm und von Tauben. Ein Leben in purer Harmonie. Gerne gebe ich diese weiter, bedient euch, lest, schreibt, em – postet. Machts wasser wollts. Ein Glässchen Mackiato kann in jedem Fall nie schaden.




 

November 2009
M D M D F S S
« Okt    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  

wöchentliche Weisheit

"It is a curious thing...how your mind is supersaturated with the religion in which you say you disbelieve" (James Joyce)

Photos

CIMG4146

More Photos